Küng warnt den Papst vor neuem Schisma
Ökumene, Religionsfreiheit, offene Liturgie: Die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils konnten die Piusbrüder nie ertragen. 1988 kam es zum Bruch mit Rom. Papst Benedikt setzt nun alles daran, sie zurückzuholen. Schon zu Pfingsten? Eine Katastrophe, findet der Konzilstheologe Hans Küng
Wer hütet den »wahren Katholizismus«? Diese Frage hat die Priesterbruderschaft St. Pius X., eine Vereinigung katholischer Traditionalisten, längst für sich entschieden. Weil die Reformanliegen des Zweiten Vatikanischen Konzils Mitte der 1960er Jahre einem Kreis um Erzbischof Marcel Lefebvre nicht nur zu weit, sondern gänzlich in die falsche Richtung zu gehen schienen, gründete er 1970 die Bruderschaft. Sie sollte allen »modernistischen Umtrieben« der römisch-katholischen Kirche trotzen. 1988 weihte Lefebvre eigene Bischöfe - was zu deren Exkommunikation führte.
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