Leistungsdruck: Mobbing ist in
Der steigende Leistungsdruck am Arbeitsplatz wirkt sich auch auf das Verhalten zwischen Mitarbeitern aus. In den vergangenen Jahren ging die Missbilligung von unkollegialem Verhalten zugunsten des eigenen Erfolges merklich zurück und liegt heute bei weniger als 50 Prozent. Dies geht aus der Zeitreihenanalyse des Marktforschungsinstituts GfK hervor, in der die Entwicklung der österreichischen Lebenswelten zwischen 1987 und 2007 untersucht wird. Die Zustimmung zu unkollegialem Verhalten ist bei Männern unter 40 Jahren besonders groß.
"Wenn es um den persönlichen Erfolg geht, kann man in der Arbeit auch unkollegial sein." Diese Aussage wurde vor 20 Jahren noch von 57 Prozent der Befragten vehement abgelehnt. Bis 2007 sank diese Ablehnung jedoch um zwölf Prozentpunkte und liegt nun nur noch bei 45 Prozent. Unkollegiales Verhalten zugunsten des eigenen Erfolgs zeige sich vor allem bei drei Gruppen, erklärt Doris Kostera, Account Managerin Abteilung Sozialforschung bei GfK Austria. "Dies sind selbstständige Entscheidungsträger wie Manager, Gruppen mit geringerer Schulbildung und junge Männer unter 40 Jahren, die ohnehin als erfolgsorientiert zu bezeichnen sind."
Quelle: pressetext austria
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