Massentierhaltung: Aufstand der Professoren
«In der Massenhaltung wird mit Tieren auf eine Weise umgegangen, die uns als Gesellschaft beschämen muss». Gefühlt haben wir dies schon lange; für unser wissenschaftsgläubiges Zeitalter ist aber wohl wichtig, dass nun auch Professoren diese Wahrheit entdeckt haben.
300 Akademiker und Wissenschaftler haben in einem Appell den Umstieg in eine sozial-ökologische Landwirtschaft gefordert. Sie geisseln Tierquälerei sowie die Auswirkungen der Massentierhaltung auf Umwelt, Gesundheit und globale Gerechtigkeit. Ihre Forderungen: Eine Umstellung der Agrarsubventionen nach Tier- und Umweltschutzstandards und eine Kennzeichnungspflicht für Haltungsbedingungen, wie es heute schon bei Eiern üblich ist. Wichtig ist den Unterzeichnern, «dass es sich bei der Debatte um Massentierhaltung längst nicht mehr nur um ein Randthema von Tierschützerinnen und Veganern handelt.» Der Zoologe Prof. Sievert Lorenzen fügt hinzu: «Der aktuelle Dioxin-Skandal zeigt, wie teuer uns ‚billige’ Tierprodukte zu stehen kommen.» Vegetarimus wurde zum Überraschungstrend des Jahrs 2010, der sich 2011 mit Veröffentlichungen in grossen Magazinen (ۚ«Stern», «Spiegel») fortsetzt.
Quelle: www.sein.de, www.wir-haben-es-satt.de
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