Massentierhaltung bewirkt Antibiotika-Resistenz
Antibiotikaresistente Keime verbreiten sich rasend - und könnten unsere Medizin zurück ins Mittelalter befördern - denn wenn die Bakterien-Killer wirkungslos würden, könnten heute harmlose Krankheiten, Operationen und Geburten wieder tödlich verlaufen.
Nachdem eine Studie zur Hühnerzucht belegte, dass über 90 Prozent der Tiere mit Antibiotika behandelt werden - zum Teil sogar mit acht verschiedenen in ihrer kurzen Lebensdauer von etwa 30 Tagen - liegen nun Erkenntnisse über ESBL-bildende Keime in der Tiermast vor. EBSL ist ein durch Darmbakterien hergestellter Stoff, der Antibiotika zerstört und so für Antibiotikaresistenzen verantwortlich ist. Der deutsche Forschungsverbund "Reset" (Resistenzen bei Tier und Mensch) bestätigt, dass entsprechende Keime in 67 Prozent der Ställe für Milch- und Mastvieh, in 88 Prozent der Schweineställe und in allen Hähnchenmastanlagen vorkommen.
75 Prozent aller Antibiotika in Deutschland landen in der Tiermast - und so über Umwege auch auf den Teller.
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