Niko Paech: Weg mit dem Wachstum!
Noch immer kennen die Politiker offenbar nur eine Antwort auf die sich ausbreitende Gesellschafts- und Finanzkrise: Wachstum. Der Ökonom Niko Paech hingegen fordert genau das Gegenteil: Die Wirtschaft muss schrumpfen - so die Botschaft seines neuen Buches «Befreiung vom Überfluss».
Herr Paech, was stört Sie am Wachstum?
Paech: Unser ständiges Verlangen nach Mehr vernichtet Rohstoffe, zerstört die Umwelt und beutet andere Menschen aus. Die Folgen sind Klimawandel, Knappheiten und letztlich auch die derzeitige finanzielle Instabilität, die einen Wandel unabdingbar machen. Aufgrund unserer Konsum- und Mobilitätsabhängigkeit halten wir aber fest an einem Versorgungsmodell des ständigen BIP-Wachstums. Unsere Gesellschaft ist deshalb nicht nur reform- sondern therapiebedürftig. Als Alternative bietet sich die Postwachstumsökonomie als radikalisierter Ansatz der nachhaltigen Entwicklung an.
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