Occupy «Piratenplatz» – ein vielversprechender Auftakt
«Piratenplatz» – die Tafel, die gestern Nachmittag in die Höhe gestreckt wurde, brachte es auf den Punkt: Die Finanzwirtschaft bereichert sich an der Realwirtschaft, manchmal direkt, meist auf verschlungenen Wegen, aber immer ohne wirkliche Gegenleistung. Das erzeugt nicht nur Wut, sondern hat Schäden zur Folge, unter denen zunehmend auch der Mittelstand zu leiden hat. Der Widerstand gegen dieses unmenschliche System, der auf dem Zürcher Paradeplatz einen hoffnungsvollen Auftakt gefunden hat, muss denn auch die breite Bevölkerung erreichen, wenn er etwas verändern will.
Endlich gehen die Menschen auf die Strasse, einmal mehr angeführt von jungen Menschen. Rund 1000 dürften es gewesen sein, die ein buntes, ein lautes, aber auch ein sehr uneinheitliches Zeichen setzten.
Die «Vollversammlung» ab 13.00 Uhr war keine Diskussion, sondern vor allem ein offenes Mikrophon, mit dem Dutzende von Rednerinnen und Rednern ihre Sorgen und Wünsche über den Piratenplatz – pardon: Paradeplatz – erschallen lassen konnten. Und das tat offensichtlich gut.
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