«Off my soul» – Hinterbliebene verarbeiten den Suizid
In der Schweiz nehmen sich jedes Jahr 1300 Menschen das Leben. Die Gründe sind manchmal nachvollziehbar, andere bleiben ein Rätsel. Aber jeder Fall ist für die Hinterbliebenen eine schwere Belastung.
Entgegen landläufiger Meinung ist der Suizid in der Regel eine Verzweiflungstat und nicht von langer Hand geplant. Hinter 70 Prozent der Fälle steht eine Depression. «Zuwendung alleine genügt in den wenigsten Fällen», sagte der Berner Suizidexperte Psychiater Konrad Michel. Grössere Lebenskrisen und Depression müssten ganzheitlich und auf die Person angepasst behandelt werden.
Haben Sie das Schicksal Suizid in der Familie oder im nahen Umfeld erlebt? Ob der Suizid kürzlich passiert ist oder vor vielen Jahren, spielt keine Rolle. Vom Schicksal Suizid betroffene Menschen können sich in einem diskreten und vertrauenswürdigen Kreis und geschütztem Rahmen austauschen, sich einander in Achtsamkeit zuwenden, zuhören, reden, da sein und sich etwas von der Seele ablösen.
Eine neue Gruppe trifft sich ab Januar 2013. Die Teilnahme ist kostenlos und konfessionsunabhängig
Kontakt: Eva Guhl, Initiantin und Betroffene, Tel. 041 756 00 59, eva.guhl@sunrise.ch
Filmmatinée mit Podiumsgespräch
«Dein Schmerz ist auch mein Schmerz» – wenn Angehörige sich das Leben nehmen.
In ihrem Dokumentarfilm portraitiert Marianne Pletscher Menschen, die einen Partner durch Suizid verloren haben. Experten und Gäste sprechen über den Schmerz der Angehörigen und wie es trotz allem Schmerz gelingen kann, dem Leben wieder einen Sinn zu geben.
Anwesend:
Marianne Pletscher, Regisseurin und Betroffene
Eva Guhl, initiantin der Selbsthilfegruppe für Hinterbliebene nach Suizid im Kanton Zug
Anita Bättig, Betroffene und Vorstandsmitglied Verein Refugium
Dr.med. Hanspeter Walti, Chefarzt, ambulante Psychiatrische Dienste
des Kantons Zug
Moderation: Cornelia Kazis
Grusswort: Regierungsrat Urs Hürlimann, Gesundheitsdirektion
Offerierter Apéro. Freier Eintritt.
Sonntag, 30. September 2012, 10.00 – 13.15 Uhr
Kino Seehof, Schmidgasse 8, 6300 Zug
www.psychische-gesundheit-zug.ch
«Das weisse Rauschen»
Spielfilm und Gespräch zum Thema Psychose
Sonntag, 28. Oktober 2012, 10.00–13.15 Uhr
«Das Fremde in mir»
Spielfilm und Gespräch zum Thema Wochenbettdepression
Sonntag, 25. November 2012, 10.00–13.15 Uhr
Zuger Kinos, freier Eintritt
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