Pas de deux für Samuel Widmer
Samuel Widmer lebt mit zwei Frauen und zehn Kindern in zwei Häusern. Ein provokativer Friedenssucher, ein Grenzgänger mit Herz. Eine Annäherung.
Was wurde nicht schon alles über ihn gesagt und geschrieben. Er sei der Guru von Nennigkofen, einem 500-Seelen-Dorf bei Solothurn. Er sei ein Sektenführer, der seine Mitglieder mit obskuren Drogentherapien bei der Stange halte. Oder er bereichere sich an der Gemeinschaft, indem er deren Mitgliedern eigenes Land verkaufe. Samuel Widmer Nicolet, dieser «gefährliche Mann», Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sitzt uns bequem gegenüber und will so überhaupt nicht in eine dieser Schubladen passen. Vielleicht, weil die Menschen, die so etwas geschrieben oder gesagt haben, ihn nie wirklich kennenlernen wollten? Oder weil sie bereits aus einer eigenen Schublade heraus ihre vorgefasste Meinung bestätigt haben wollten?
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