Ratlose Alchemisten
Zwei Fraktionen, keine Lösung: Wirtschaftswissenschaftler versuchen sich vergeblich an der Reparatur der US-Ökonomie.
Der Berufsstand der Wirtschaftswissenschaftler befindet sich derzeit in einer Art intellektueller Paralyse. Angesichts der Probleme, den westlichen Volkswirtschaften wieder neues Leben einzuhauchen, haben sich US-Ökonomen –und das gilt auch für die Europas – grosso modo in zwei Lager aufgespalten. Auf der einen Seite stehen die neuen Keynesianer und auf der anderen die sogenannten Liquidatoren oder »Defizitfalken« der »Österreichischen Schule«. Letztere gründet auf den extrem liberalen Lehren von Ludwig Mises und der Ikone des Neoliberalismus, Friedrich Hayek. Beide Denkschulen liefern sich in der US-Wirtschaftsliteratur derzeit gnadenlose Schlachten, wobei sie Ströme von Tinte fließen lassen. Dabei beschuldigen sie sich gegenseitig, vollkommen auf dem Holzweg zu sein.
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