Schädlinge gewöhnen sich an Gentech-Mais
Bt-Mais wird in den USA zu einer Delikatesse für Maiswurzelbohrer - Monokulturen wird Mitschuld gegeben.
Eine gentechnisch veränderte Maissorte sollte Schädlinge fernhalten, doch diese haben sich schneller an die neuen Bedingungen angepasst als erwartet. Monokulturen dürften die Entwicklung befördert haben.
Schädlinge haben sich in den USA auf eine gentechnisch veränderte Maissorte spezialisiert, die inzwischen den Großteil der Maisproduktion in den Vereinigten Staaten ausmacht. Diese Entwicklung dürfte Munition für alle diejenigen sein, die schon lange vor den unvorhersehbaren Konsequenzen gentechnisch veränderter Lebensmittel gewarnt haben.
Bereits 2009 wurde öffentlich, dass Landwirte in den Bundesstaaten Illinois, Iowa, Minnesota und Nebraska auf ihren Feldern Maiswurzelbohrer fanden. Das wäre nichts Aufsehenerregendes, handelte es sich nicht um Bt-Mais - eine Pflanzensorte, die vom Agrochemiekonzern Monsanto mit Sitz in St. Louis 2003 als schädlingsresistente Alternative zu konventionellen Züchtungen auf den Markt gebracht wurde. Die beworbenen Eigenschaften sowie explodierende Preise in der Landwirtschaft ließen US-Bauern alle Warnungen ignorieren und gentechnisch veränderte Pflanzen amerikanische Felder erobern. Und dabei wurde nicht selten auf einen Fruchtwechsel verzichtet.
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