Starke Männer richtens nicht
Monti und Papadimos: TechnokratInnen machen nicht die bessere Politik – im Gegenteil.
So orientierungslos wie heute war die Welt schon lange nicht mehr. Das zeigt sich auch an den JournalistInnenkommentaren über Europas Schuldenkrise, mit denen wir täglich zugedeckt werden: Anpacken müssten die PolitikerInnen diese Krise nun, wird da gefordert; sie entschieden bekämpfen, jetzt, mit aller Kraft. Nur wie? Darüber wird nicht debattiert. Alle Welt sehnt sich nach dem starken Mann. Diesen scheint sie derzeit im Technokraten zu erblicken. In Griechenland hat der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, Lukas Papadimos, 64, die Regierungsgeschäfte übernommen. In Italien soll es der Ökonom und ehemalige EU-Kommissar Mario Monti, 68, richten. Angeblich unabhängig von der Politik, frei von Ideologie. Es ist dieselbe «Wir haben Probleme, für die wir pragmatische Lösungen brauchen»-Rhetorik, die auch hierzulande floriert.
Weiterlesen bei «WOZ»:
http://www.woz.ch/artikel/2011/nr46/international/21424.html
Druckversion

















