Staudammprojekt in Brasilien: Der Widerstand wächst
rasiliens Umweltminister Carlos Minc hat Anfang Februar die Ausschreibung zum Bau des weltweit drittgrössten Wasserkraftwerks genehmigt. Belo Monte heisst das Projekt, das Wissenschaftler, Umweltschützer, aber auch Ureinwohner und andere Betroffene auf die Barrikade treibt.
«Für uns ist die Schlacht um Belo Monte noch nicht verloren», sagt Moisés Ribeiro, Koordinator der Bewegung der Staudammopfer (MAB). «Das Wasserkraftprojekt ist aussichts- und sinnlos. Der Kampf geht weiter.» Die Aufstauung des Rio Xingu, der Lebensader von über einem Dutzend Indianervölkern im Regenwald Südostamazoniens, wurde bereits während der Militärdiktatur unter dem Namen 'Kararaô' geplant. Aufgrund weltweiter Proteste und einer starken, von Ethnologen unterstützten indigenen Bewegung, verschwand das Konzept 1989 in der Schublade.
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