Südafrika: Die WM war ein Fehlschlag
Grosse Versprechungen, falsche Schätzungen und wachsende soziale Ungleichheit – in einem Bericht über die Folgen der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 zieht das Schweizerische Arbeiterhilfswerk eine ernüchternde Bilanz.
Wenn der Weltfussballverband Fifa dieses Wochenende die Fairplay-Tage ausruft, dann spricht er damit vor allem die Spieler und die ZuschauerInnen auf den Rängen an. Die Kapitäne beider Mannschaften sollen vor dem Spiel eine Erklärung verlesen und im Namen ihrer Mannschaften «geloben», fair zu spielen. So steht es im von der Fifa vorgegebenen Text. Die Fairplay-Tage sind ein Aufruf der Fifa an die «Familienmitglieder», ihre Vorbildfunktion wahrzunehmen, einer der vielen PR-Gags, die zeigen sollen, wie sehr sich die ExponentInnen des Weltfussballs ihrer Verantwortung bewusst sind. Dass die Fairplay-Tage, die 2004 ins Leben gerufen wurden, sich an den Uno-Weltfriedenstag anlehnen, sagt weniger über ihre tatsächliche Bedeutung aus als über die Vorstellung, die Präsident Joseph Blatter von seinem Fussballimperium hat.
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http://www.woz.ch/artikel/2010/nr35/sport/19713.html
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