Unterirdische Pläne
Wohin mit dem Treibhausgas CO2? Die Bundesregierung will es in der Erde verschwinden lassen - doch die CO2-Lagerung ist alles andere als sicher - und auch kaum rentabel.
Die Bundesregierung will die unterirdische Deponierung von Kohlendioxid in Demonstrationsvorhaben erproben lassen. Darauf haben sich Umwelt- und Wirtschaftsministerium in einem Gesetzentwurf geeinigt. Die Technik ist als CCS (Carbon Capture and Storage) bekannt: Da bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Energieträger das Treibhausgas CO2 entsteht, soll dieses aus dem Abgas separiert, verflüssigt und zu unterirdischen Lagern transportiert werden.
Die Kohlelobby sieht in dieser sogenannten Sequestrierung die letzte Chance, ihren klimaschädlichen Brennstoff reinzuwaschen, und hat dafür den Namen "Clean Coal" erfunden. Als Deponien werden Gasfelder, tief liegende poröse Gesteinsschichten, Tiefenwässer und Kohleflöze diskutiert. Als sehr problematisch gelten Ozeane, weshalb die meisten Wissenschaftler diese als CO2-Deponie ablehnen. Es gibt bislang nur in Brandenburg eine Pilotanlage, in der seit 2008 der Konzern Vattenfall die CO2-Abtrennung und Speicherung testet.
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