USA: Ein Prozent der Achtjährigen Autisten
Erschreckender Anstieg von Verhaltensstörungen
Autismus und Entwicklungsstörungen treten einer Studie der University of Alabama in Birmingham und des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zufolge immer häufiger auf. Fast ein Prozent der Achtjährigen US-Kinder leidet demnach an einer solchen Erkrankung. Warum die Zahl dieser Störungen zunimmt, ist bisher nicht erforscht.
Frühkindlicher Autismus und das Asperger-Syndrom (kindlicher Autismus) sind Entwicklungsstörungen oder Veränderungen in der Sozialisation, Kommunikation und im Verhalten. "Die neuen Studienergebnisse, die im Morbidity and Mortality Weekly Report publiziert wurden, machen klar, dass jene, die von diesen Störungen betroffen sind, dringend Hilfe von Sozial- und Erziehungsdiensten brauchen", so Studien Co-Autorin Beverly Mulvihill.
Unklare Gründe für dramatischen Anstieg
"Es gibt einen dramatischen Anstieg der Zahl der Kinder, die mit der Diagnose Autismus oder ähnlicher Aufmerksamkeitsstörungen beurteilt werden", so Mulvihill. "Es ist nicht klar, was zu diesem Anstieg geführt hat", erklärt die Forscherin. "Wir wissen, dass gemeinschaftliches Bestreben nötig ist, um das Leben von Familien zu verbessern, deren Kinder davon betroffen sind."
Die aktuelle Studie diskutiert mögliche Faktoren, die zu einem Anstieg solcher Störungen geführt haben. Zudem wird der Begriff von autistischen Störungen breiter als bisher gefasst. Die sprunghafte Zunahme von solchen Störungen könnte auch darin liegen, dass Mediziner Kinder häufiger so diagnostizieren. Dass es allerdings tatsächlich zu einem Anstieg solcher Störungen gekommen ist, will man beim CDC nicht ausschließen. Experten gehen bisher davon aus, dass für die Entstehung solcher Erkrankungen eine Mischung von genetischen und Umweltfaktoren verantwortlich ist.
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