Vom Sinn und Unsinn der Selbstüberwindung
Buchautor André Brack beschreibt seine Zeit mit dem Guru Andrew Cohen. Er behauptet, dieser setze Methoden der Entwürdigung zur Erlangung von Erleuchtung ein. Ist das Konzept, «das Ego loszuwerden» überhaupt sinnvoll?
Seit Jahrtausenden bestimmt eine Grundidee die spirituelle Tradition und Praxis in Ost und West: Um die endgültige Befreiung zu erlangen, muss die begrenzte Identität als Person, das »Ego«, als Illusion durchschaut, aufgegeben, überwunden werden. Viele meinen, dazu sei ein Guru nötig, an und mit dem der Schüler gleichsam die Hingabe übt. Bei uns im Westen hat dieses Konzept in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zu seltsamen Auswüchsen geführt, bei denen Lehrer ihre Schüler offensichtlich missbrauchten, um daraus persönliche Vorteile zu ziehen. André van der Braak, ein langjähriger und enger Schüler des spirituellen Lehrers Andrew Cohen, beschreibt in seinem Buch »Liegestütz zur Erleuchtung«, wie es ihm in seiner Hinsicht mit seinem Lehrer erging. Christian Salvesen hat es gelesen und zum Anlass genommen, das Konzept der Selbstüberwindung zu hinterfragen...
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