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Wärme lässt Berührungsängste fallen

Kontaktaufnahme leichter, aber ab 27 Grad wird's dann zu hitzig


Von: pressetext.austria


Heisse Temperaturen machen unkonzentriert und aggressiv, warnen Ärzte angesichts der anhaltenden Hitzewelle in weiten Teilen Mitteleuropas. Die Sommerhitze hat jedoch auch ihre Vorteile. Das sagt der Psychologe Hans Ijzermann von der Universität Amsterdam www.psy.vu.nl . "Es ist nachweisbar, dass Menschen in heissen Sommern mehr den Kontakt zu anderen suchen als in kühlen", so der Experte. Wir befinden uns demnach in einem Flirt-Sommer.

 

 

Nähegefühl durch Temperatur bestimmt

 

Logisch ist, dass Menschen an Sonnentagen zumindest abends eher ins Freie gehen als bei Regen. Doch es gibt auch weitere Faktoren, die den Kontakt fördern. "Wir haben erhoben, wie Menschen bei verschiedenen Temperaturen auf andere zugehen. Wärme aktiviert im Kopf einen Sinn für Nähe, den es sonst nicht gibt", so der Forscher. Das funktioniere bei warmer Raumtemperatur ebenso wie bei einer heissen Tasse Kaffee oder einem behaglichen Rückenkissen.

 

Hitze verändert sogar unser Reden. "Die romanischen Sprachen des Mittelmeerraums verwenden weniger Pronomen, zeigt der Kulturvergleich. Das deutet hin auf mehr Nähe. Im Süden gibt es zudem mehr Gemeinschaftsdenken statt Individualität", erklärt Ijzermann.

 

 

Extreme Hitze macht dumm

 

Allerdings muss auch der Psychologe eingestehen, dass ab einer bestimmten Temperatur die positiven Effekte kippen. Kenneth Thau von der Wiener Uniklinik für Psychiatrie www.meduniwien.ac.at sieht Nachteile schon ab 27 Grad Celsius. "Befindet sich das Gehirn ausserhalb der gewohnten Temperaturzone, beginnt eine Stressreaktion", so der Psychiater gegenüber pressetext. Die Reaktion jeder Person auf Hitze sei ganz unterschiedlich.

 

Folgen von Hitzestress sind dieselben wie bei leichtem Fieber. Aufgaben mit Feingefühl leiden zuerst darunter. Somit werden Menschen leichter reizbar, unaufmerksam, gespannt, verlieren ihre Stresstoleranz anderen gegenüber und die Stimmung sinkt.

 

Ganzer Text: http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=100716003

 

 

Mittwoch, 21. Juli 2010

 


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