Widerstand gegen «Abzocke-Verkehrskontrollen»
Eine bayerische Gemeinde stoppt den «Überwachungsdruck». Was angeblich der Verkehrssicherheit dient, bessert oft nur die Gemeindekassen auf. Die Folge: Kriminalisierung von Normalität.
Es gibt - nicht nur in der Politik, die sich auf den großen Brettern abspielt - Motive, die öffentlich nicht eingestanden werden. So werden Geschwindigkeitskontrollen offiziell mit der Verkehrsicherheit begründet, aber in der Praxis häufig auch an Straßen durchgeführt, wo der Autofahrer gewöhnlich, im Fluß mit anderen, die vorgeschriebenen Begrenzungen überschreitet, ohne erkennbare Gefährdung von anderen Verkehrsteilnehmern. Die Polizisten, die dort ihre Radar-bzw. Laserpistolenkontrollen durchführen, wissen, warum sie diese Stelle wählen. Der inoffizielle Verkehrsfunk wählt dafür Beschreibungen, die auf eine bestimmte Motivlage hinweisen: "Vorsicht Polizei mit 'Bauchladen' (Sofortkasse)" warnen Rundfunksender und der "Funk" unter Taxifahrerkollegen spricht gar von "Straßenraub".
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http://www.heise.de/tp/blogs/6/150694
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