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Zeitpunkt 119, Mai/Juni 2012
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Ein Buch, das die Schweiz verändert




Die Vollgeld-Reform – wie Staatsschulden abgebaut und Finanzkrisen verhindert werden können. Mit Beiträgen von Hans Christoph Binswanger, Joseph Huber und Philippe Mastronardi. Edition Zeitpunkt, 2012. 80 S. Fr.12.50 / Euro 9.50.

Endlich wieder erhältlich




P.M.: Neustart Schweiz – so geht es weiter. Edition Zeitpunkt, 2010.
2. erw. Auflage, Fr. 18.70/€ 14.–.



Wie die USA Bin Ladens Wünschen nachkamen

Noam Chomsky hat ein neues Buch vorgelegt. Und wieder schafft er es, sein Faktenwissen in einen verständlichen Gesamtzusammenhang zu stellen.


Von: Felix Kaufmann


Man kennt ihn in der linken Szene. Er hat unzählige Bücher und Artikel veröffentlicht (auch in der WOZ und in «Le Monde diplomatique»), er gibt viele Interviews und wird auch längst von den Mainstreammedien wahrgenommen. Denn der 83-jährige Noam Chomsky gilt mittlerweile als das wichtigste links-intellektuelle Aushängeschild der USA, deren Politik er seit Jahrzehnten mit grosser Schärfe kritisiert. Aber er ist auch ein Vervielfältigungskünstler: Viele seiner Bücher erscheinen immer wieder in aktualisierten Neuauflagen – und auch der vorliegende Band über «9/11», den 11. September 2001, ist vor neun Jahren schon mal erschienen, wurde aber nun um einen langen Essay ergänzt, der sich mit der Ermordung von Usama Bin Laden durch ein US-Spezialkommando im Mai 2011 beschäftigt.

 

Den US-Kriegen «gegen den Terror» fallen täglich mehrere Dutzend ZivilistInnen zum Opfer, hält Chomsky in der Einleitung zu diesem Beitrag fest, den er im Juni 2011 geschrieben hat. Es sei offensichtlich, dass es weder der Regierung von George Bush noch der von Barack Obama auch nur in Ansätzen gelungen ist, ihre erklärten Ziele zu erreichen. Der Blutzoll der Zivilbevölkerung in den Kriegen gegen Afghanistan und Irak seit 2001 ist immens: Chomsky spricht von mehreren Hunderttausend Opfern. Die USA seien mithin den Wünschen Bin Ladens nachgekommen – indem sie konsequent alle Einwände (etwa gegen die Irakinvasion) und sämtliche Vermittlungsbemühungen anderer Staaten ignorierten. Und so kommt es, dass die USA aussenpolitisch isolierter denn je sind, dass ihre Kriege für die Zivilbevölkerung eine humanitäre Katastrophe bedeuten und dass diese aussenpolitischen Interventionen in den USA selbst ein finanzielles Desaster anrichten.

 

Weiterlesen unter: www.woz.ch

 

Donnerstag, 22. Dezember 2011

 


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