Wie rechtmässig ist unser Geldsystem?

Gute Frage: «Wie rechtmässig ist unser Geldsystem?» Genau dies will die Jahrestagung der Monetative in Deutschland vom 9. November in Berlin diskutieren.

Tatsachen sind:
- Die Grundsubstanz der Bankentätigkeit, das Depositum, ist nicht gewährleistet. Wer sein Geld auf der Bank deponiert, gibt ihr in Tat und Wahrheit einen Kredit, den sie nur einer verschwindend kleinen Minderheit von Deponenten innert der versprochenen Frist zurückzahlen kann.  
- Wenn die Bank einen Kredit erteilt, gibt sie nicht etwas, das sie hat, sondern etwas das sie erst haben wird, wenn der Kredit zurückbezahlt wird.
Aus diesen beiden Irrtümern und den damit verbundenen rechtlichen Unklarheiten ergibt sich eine Fülle von Rechtsunsicherheiten und Ungerechtigkeiten, die nur so lange eine untergeordnete Rolle spielen, als die Wirtschaft weiter wächst. In der endlichen Welt, in der wir leben, ist der Moment nicht zu verhindern, wo das Wachstum endet und das grosse Erwachen beginnt. Dieser Moment ist jetzt.

An der Jahrestagung der Monetative geht es um Themen wie:

- Welche Rolle spielt die Justiz bei der Aufrechterhaltung der Geldschöpfung der Geschäftsbanken? (Hans Scharpf, Rechtsanwalt, LL.M., Frankfurt/Main)
    
- Ungerechtfertigter Vorteil von Banken im Wettbewerb mit Nichtbanken (Dr. Erhard Gloetzl, Linz/Österreich)

- Vom Geldchaos zur Geldordnung: Vorstellung eines Entwurfs für eine europäische Währungsverfassung (Dr.Timm Gudehus, Hamburg)

- Das Verbot der Staatsfinanzierung durch die Notenbank - Dogma oder Notwendigkeit? (Dr. Christopher Mensching, Rechtsanwalt, Hamburg)

- Der Weg zum rechtmäßigen und gerechten Geldsystem - Strategien zur Umsetzung von Reformen (Podiumsdiskussion)

Details und Anmeldung: http://www.monetative.de/veranstaltungen?tag=Rechtmässigkeit%20Geldordnung

Über

Christoph Pfluger

Submitted by reto on Do, 07/13/2017 - 08:33

Christoph Pfluger ist seit 1992 der Herausgeber des Zeitpunkt. "Als Herausgeber einer Zeitschrift, deren Abobeitrag von den Leserinnen und Lesern frei bestimmt wird, erfahre ich täglich die Kraft der Selbstbestimmung. Und als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen".

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