«Wir fordern ein Menschenrecht auf Frieden»
Konstantin Wecker berichtet von einem bewegenden Treffen zwischen dem iranischen Literaturwissenschaftler Bahmann Nirumand und dem Holocaustüberlebenden Reuven Moskovitz. Deren Botschaft: Gegeneinander Aufgehetzt werden die Menschen meist von «oben». Daher muss Vertrauen von «unten» wachsen.
Als ich gestern an einer Veranstaltung der Gesellschaft Kultur des Friedens in der Stiftskirche Tübingen teilnahm, erlebte ich, neben vielen bewegenden Momenten, die innige geistige und körperliche Umarmung zweier großartiger Männer, die eigentlich Feinde sein müssten, folgte man den gängigen Hetzparolen einer kriegslüsternen Welt. Der aus Teheran stammende Literaturwissenschaftler Bahmann Nirumand und der Holocaustüberlebende Reuven Moskovitz reichten sich die Hände und versicherten uns, dass sich die iranische und die jüdische Bevölkerung nie bekriegen wollten. Es seien – so Nirumand – stets die Bestrebungen der Herrschenden den Hass zu schüren. Und Moskovitz, der sich schon sehr lange für die israelische Friedensbewegung engagiert, unterstrich die Notwendigkeit eines „Menschenrechtes auf Frieden“.
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