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Die grosse Befreiung
Zeitpunkt Nr. 109
September/Oktober 2010
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P.M.: Neustart Schweiz – so geht es weiter. Edition Zeitpunkt, 2010.
2. erw. Auflage, Fr. 18.70/€ 14.–.



Zapatisten denunzieren Räumung und Vernichtung einer indigenen Gemeinde

San Cristóbal de las Casas, Chiapas. 30 Januar. Die Junta der Guten Regierung (JBG) »Pfad der Zukunft«, mit Sitz im Caracol von La Garrucha, denunzierte am Freitag die gewaltsame Räumung und Zerstörung der indigenen Gemeinde Laguna San Pedro, im autonomen Bezirk Ricardo Flores Magon, am 22. Januar dieses Jahres. Die Regierung beabsichtige die »Wiederaufforstung« der Gegend, um in Montes Azules, innerhalb des Biosphärenreservats, private Ökotourismuszentren einzurichten.


Von: Hermann Bellinghausen


Während sie die Häuser der Indigenas niederbrannten, berichtet die JBG, wurden die Zapatisten gezwungen in die Regierungshubschraubern zu steigen, um in die Stadt Palenque transportiert zu werden, wo sie in einer Notunterkunft unter »Hunger und Kälte« zu leiden hatten, bis unabhängige Zivilorganisationen sich ihrer annahmen.

 

Wie schon in der Vergangenheit, ging dem Einsatz ein opportuner »Antrag« im Namen der lakandonischen Autoritäten mit Sitz in Lacanjá Chansayab, gesetzmäßige Eigentümer von 600.000 Hektar Urwald, und traditionelle Speerspitze für die Räumung der Einwohner von Montes Azules.

 

Die mobilisierten Kräfte der »schlechten Bundesregierung, der PRD-Staatsregierung von Juan Sabines Guerrero und dem (PAN-angehörigen) Bezirkspräsidenten von Ocosingo, Carlos Leonel Solórzano, führten vor der Räumung gemeinsam mit Bundespolizisten einen Einsatz durch, begleitet von Regierungsbeamten der Bundesstaatsanwaltschaft für Umweltschutz (PROFEPA)", die mit vier Hubschraubern das Dorf Laguna San Pedro überflogen, »um die Bevölkerung in Schrecken zu versetzen«, berichtet die JBG.

 

Weiterlesen unter: www.chiapas98.de

 

 

Veranstaltung der Mexiko-Plattform Schweiz:

Repression gegen soziale Bewegungen

 

Mittwoch, 10. Februar 2010, 19.00 - 21.00 Uhr

Zürich Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, Raum 22

 

Was bedeutet das angespannte Repressionsklima für die tägliche

Arbeit von sozialen und Menschenrechtsorganisationen? Welche Rolle

spielen die Schweizer Regierung und Wirtschaft? Was können wir von

hier aus tun?

 

Gäste:

Alba Cruz, Anwältin des Comité 25 de noviembre de Oaxaca, das mit

seiner Kampagne für Gerechtigkeit und Hoffnung eine Strategie gegen

die Repression entwickelt und sich für politische Gefangene einsetzt.

Roman Berger, Schweizer Journalist, der aus Südmexiko und über

die Rolle der Schweiz berichtet.

 

Einladung:

http://www.medicointernational.ch

 

Freitag, 05. Februar 2010

 


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