Zwischen den Welten: Die Unzufriedenheit wächst
Es scheint, als ginge alles weiter wie bisher - zwar hat Europa selten eine solche Häufung an Massendemonstrationen und Unruhen gesehen, aber noch glänzt der Plastik-Überzug unserer Gesellschaft, allen Schrammen zum Trotz. Doch unter der Oberfläche wächst der Bruch mit den alten Strukturen, auch wenn viele diesen vielleicht derzeit nur als eine tiefe Unruhe und Unzufriedenheit spüren.
Der Aufstand des Gewissens
In einem Fernsehinterview mit der ARD widersprach kürzlich der bekannte Globalisierungskritiker Jean Ziegler der Feststellung des Moderators, das System werde bisher trotz aller Ungerechtigkeiten kaum in Frage gestellt: "Es ist eine ganz tiefe Unruhe, ein ganz tiefer Bruch da zwischen den Menschen des Westens und dieser kannibalischen Weltordnung, die beherrscht wird vom Banken-Banditismus. Und eines Tages wird es den Aufstand des Gewissens geben."
Ziegler meint: Die Menschen haben sich innerlich schon aus dem System verabschiedet. Und auch wenn sie in Europa nicht auf die Straße gehen, wenn es noch keine sichtbare Revolution gibt, so ist dies nur noch eine Frage der Zeit.
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