Das Fundbüro für Erinnerungen ist eröffnet

«Skifahren» ist das erste Thema des «Fundbüros für Erinnerungen», das gestern Samstag mit einem Tag der offenen Tür im Alpinen Museum in Bern eröffnet wurde.

(Bild: Alpines Museum)

Kulturgut lagert nicht nur im Museum, sondern auch in Schweizer Kellern – und längst nicht nur in prominenten: Rund 150 Personen folgten einem ersten Suchaufruf im Dezember 2019, mit dem das Alpine Museum den Startschuss für das interaktive Sammlungsprojekt «Fundbüro für Erinnerungen» setzte. Etwa Ueli (Jg. 1945), der es mit seinem Skidress regelrecht darauf anlegte, mit Bernhard Russi verwechselt zu werden. Oder Geneviève, (Jg. 1946), die drei gebrauchte Skibrillen mit ihren Geschwistern teilte. Oder Jean-Pierre (Jg. 1958), der mit seinen Kumpels die subversive Technik des Geröll-Skifahrens pflegte – und filmte. Die eingereichten Objekte und Geschichten – jeweils mit Name, Jahrgang und Kurztext – ergänzen und beleben die Ski-Sammlung im Fundbüro.

In dieser Zeit des Umbruchs will das Alpine Museum der Schweiz gemeinsam mit dem Publikum ein Jahr lang über die Bedeutung des Skifahrens sprechen.
Eigene Beiträge lassen sich auf verschiedene Weise einbringen: durch Anmeldung auf der Webseite und ein persönliches Gespräch, im Workshop mit Gruppen (z. B. als Ski-Club), aber auch spontan beim Besuch in einer Video-Box.
Mit dieser konsequent partizipativen Strategie positioniert sich das Alpine Museum der Schweiz weiter als Netzwerk und dialogorientierte Plattform.

https://www.alpinesmuseum.ch