Der „grüne Schwan“ – wie die größte Rettungsaktion aller Zeiten vertuscht wird

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ/BIS) hat soeben ein Buch mit dem Titel „Der grüne Schwan – Zentralbank- und Finanzstabilität im Zeitalter des Klimawandels“ veröffentlicht.

Die Umweltorganisationen und viele Medien begrüßten es, da es angeblich den kausalen Zusammenhang zwischen dem „menschengemachten Klimawandel“ und einem bevorstehenden Finanzkollaps aufzeigt.
Damit wurde nicht nur ein bequemer Sündenbock für den unvermeidlichen Finanzkollaps gefunden – der der größte in der Geschichte sein wird -, sondern auch ein Vorwand für neue Rettungsaktionen für das Finanzsystem geschaffen, den die Bankster wieder einmal gerne auf Kosten der Steuerzahler überstehen würden.

Die Autoren von «der grüne Schwan» sind nicht so dumm, wirklich zu glauben, daß der Klimawandel den Finanzkollaps verursachen wird – in Wirklichkeit ist es die unausweichliche Folge der Spekulationsorgie der letzten Jahrzehnte. Aber sie wissen, daß der Versuch, eine „grüne“ Blase zu schaffen, indem man die Finanzströme von der „CO2-Wirtschaft“ in eine „CO2-freie Wirtschaft“ umlenkt, gefährlich sein kann. Daher soll diese simplifizierte Botschaft Unterstützung in der Bevölkerung dafür schaffen.

Die Autoren gehören alle direkt oder indirekt zu einer Schlüsselinstitution der neuen grünen Blase, dem Network for Greening the Financial System (NGFS), das vom Chef der Bank of England Mark Carney und dem Chef der Banque de France François Villeroy de Galhau gegründet wurde. Webseite und Verwaltung des NGFS unterstehen der Banque de France, deren Logo auch auf der Titelseite des BIZ-Berichts zu sehen ist.

Die Autoren sind:
Morgan Despres
, stellv. Leiter der Abteilung Finanzstabilität der Banque de France und Leiter des NGFS-Sekretariats,
Romain Svartzman, Ökonom der Banque de France für nachhaltige Finanzen und Klimafragen,
Federic Samana, Abteilungsleiter für verantwortungsbewußte Investitionen bei Amundi, ehem. Abteilungsleiter für Corporate Equity Derivatives bei Credit Agricole in New York und Paris und Berater der französischen Regierung in verschiedenen Bereichen,
Patrick Bolton, Professor an der Columbia University und Gastprofessor am Imperial College London, der mit Samama und Joseph Stiglitz ein Buch über „Staatsfonds und langfristige Investitionen“ herausgegeben hat.
Luiz Awazu Pereira da Silva, stellv. Generaldirektor der BIZ.

 

_____________

Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).

Der Newsletter kostet 250 € im Jahr. Er wird vom E.I.R.-Verlag herausgegeben, zu bestellen bei: Caroline Hartmann, c.hartmann@eirna.com