«Landwirtschaft mit Zukunft» heisst eine im vergangenen Herbst aus der Klimabewegung hervorgegangene Organisation, die für den 22. Februar zu einer Demonstration für eine Agrarwende aufruft.

(Illustration: Landwirtschaft mit Zukunft)

«Die neue Agrarpolitik des Bundesrates verpasst es zum wiederholten Mal, die nötigen Veränderungen hin zu einer sozialen und ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft einzuleiten», schreibt «Landwirtschaft mit Zukunft zur jüngsten Botschaft des Bundesrates zur Agrarpolitik 2022. «Eine Politik der Mutlosigkeit und des Zurückhaltens kann in unserer aktuellen Lage nicht länger akzeptiert werden. “Landwirtschaft mit Zukunft” fordert eine grundlegende Transformation der Schweizer Agrarpolitik.»

«Die Klimakrise, verschmutztes Trink- und Grundwasser, Biodiversitätsverlust, mit diesen Realitäten sieht sich die heutige Landwirtschaft konfrontiert. Um die genannten Herausforderungen zu meistern und die Bauernfamilien dabei zu unterstützen, ist nicht nur ein Umdenken, sondern vielmehr eine Neuausrichtung der bundesrätlichen Agrarpolitik notwendig.»
«Die diversen Initiativen im Bereich synthetischer Pestizide, Trinkwasser und Massentierhaltung widerspiegeln den Druck der Bevölkerung und die Forderung nach Veränderung», sagt Jelena Filipovic, Ko-Präsidentin von Landwirtschaftmitzukunft. Auch die Bewegungen auf der Strasse würden beweisen, dass es nicht so weitergehen kann.
 
Da der Bundesrat nicht in der Lage sei, eine mutige und fortschrittliche Vorlage zur AP22+ zu präsentieren, ruft die Bewegung “Landwirtschaft mit Zukunft” zu Demonstration «Essen ist politisch!» am 22.02.20 in Bern auf dem Bundesplatz. dort will sie auch die Vision einer Landwirtschaft für das Jahr 2030 vorstellen. Die Demo wird von bäuerlichen Organisationen wie Uniterre, Biosuisse und der Kleinbauern-Vereinigung unterstützt.
Im Weiteren will Landwirtschaft mit Zukunft» einen Prozess zur Erarbeitung einer «Common Food Policy» starten, der eine «Strategie für einen sozialen und ökologischen Wandel» hervorbringen soll.

«Es ist Zeit, dass wir über die Bundesämter hinaus denken» so Jelena Filipovic, «Wir haben uns entschieden, selbst eine neue, mutige und zukunftsgerichtete Version einer Agrarpolitik für die Schweiz zu erarbeiten.»

«Wir werden den Druck auf die Politik weiter erhöhen müssen, bis sich die grossen Hebel bewegen», meint Dominik Waser, Initiant und Vorstandsmitglied von Landwirtschaft mit Zukunft. «Was wir fordern ist nichts weniger als eine grundlegende Transformation unseres Landwirtschafts- und Ernährungssystems.»

Weitere Infos: https://www.landwirtschaftmitzukunft.ch