Bambus ist eine wertvolle Ressource zum Erreichen vieler Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Doch der Großteil seines Potenzials bleibt weitgehend ungenutzt.

Mit mehr als zehntausend verschiedenen Einsatzmöglichkeiten ist Bambus vielseitig, erneuerbar, sauber, grün und reichlich vorhanden. Darüber hinaus ist er der Schlüssel zu vielen Lösungsansätzen für den Klimawandel und die nachhaltige Entwicklung. Was kann man daran nicht lieben? Das ISO-Expertenkomitee für Bambus hat gerade seine erste internationale Norm veröffentlicht, um das Wachstum der Branche zu unterstützen und zu einer besseren Welt für alle beizutragen. 

Stark, praktisch, erneuerbar und mit einem hohen Nährstoffgehalt ist Bambus eine der nützlichsten Ressourcen der Welt, doch der Großteil seines Potenzials bleibt weitgehend ungenutzt. Seine Verwendung geht auf die Han-Dynastie im alten China vor über zweitausend Jahren zurück und hat sich von der Papierherstellung und der Behandlung von Krankheiten zu den Tausenden von Alltagsgegenständen entwickelt, die wir heute um uns herum sehen.

Bambus kann zur Herstellung von Bodenbelägen, Möbeln, Küchengeräten, Musikinstrumenten verwendet werden.

Er bietet hervorragende physikalische und mechanische Eigenschaften und kann zur Herstellung von Bettwaren, Bodenbelägen, Bau- und Konstruktionsmaterialien, Möbeln, Küchengeräten, Musikinstrumenten ... und vielem mehr verwendet werden. Auf diese Weise schafft er in vielen Entwicklungsländern auch Arbeitsplätze und sichert den Lebensunterhalt. Hinzu kommt, dass Bambuspflanzen mehr Sauerstoff abgeben und mehr Kohlendioxid absorbieren als viele andere Pflanzen, was sie zu einem der wirksamsten Mittel gegen den Klimawandel macht.

In Anerkennung der Notwendigkeit, das Wachstum der Bambusindustrie zu unterstützen, hat das entsprechende Expertenkomitee der ISO soeben seine erste Internationale Norm veröffentlicht, und viele weitere sind in Vorbereitung. Karnita Yuniarti, die Leiterin der Expertengruppe, die die ISO 21625 entwickelt hat, findet, der Standard sei eine wesentliche Grundlage für die Industrie und biete eine Plattform, von der aus sie am effektivsten wachsen könne. «Bambus ist eine wertvolle Ressource zum Erreichen vieler Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, darunter die Linderung der Armut, die Bereitstellung sauberer und erschwinglicher Energie, eine verantwortungsbewusste Produktion und vieles mehr», so Yuniarti.

1642 Bambusarten – davon 1521 holzige Bambusarten – kommen auf der ganzen Welt in tropischen und warmgemäßigten Gebieten natürlich vor.