Beschäftigung in Deutschland und der Schweiz leidet unter Rußland-Sanktionen

Eine neue Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO), die am 19.6. erschien, hat ergeben, daß die Sanktionen der EU gegen Rußlands und Moskaus Gegensanktionen die Europäer bis zu 100 Mrd.€ an wirtschaftlicher Entwicklung kosten und bis zu 2,5 Mio. Arbeitsplätzen gefährden können.


Einer der Autoren der Studie, Oliver Fritz, sagte: „Die Exportausfälle, die wir im Herbst vergangenen Jahres schlimmstenfalls angenommen hatten, sind inzwischen Realität geworden.“


Wenn die Sanktionen in den nächsten Jahren beibehalten werden, würde den Berechnungen des WIFO zufolge Deutschland durch den Ausfall der Exporte nach Rußland den größten Arbeitsplatzverlust erleiden.

Dort gingen 465.000 Arbeitsplätze verloren, dann folgt Italien mit 215.000. In Spanien betrüge der Verlust 160.000 Arbeitsplätze, in Frankreich 145.000 und in Großbritannien 110.000. Die Schweiz, die zwar kein EU-Mitglied ist, aber sich unterwürfig den Brüsseler Sanktionen angeschlossen hat, würde etwa 45.000 Arbeitsplätze verlieren, darunter 5000 in der Tourismusbranche. (Die Zahlen für Österreich werden erst später veröffentlicht.) Bei fortbestehenden Sanktionen würde Deutschlands BIP bis zum Jahresende um 1% sinken, Frankreichs um 0,5%. Die WIFO-Studie wurde von großen europäischen Zeitungen des Verbunds LENA (Leading European Newspaper Alliance) in Auftrag gegeben, darunter Tribune de Genève, Tagesanzeiger, Le Figaro, El Pais, La Repubblica, Le Soir und Die Welt.



_____________________________

Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).


Der lesenswerte Newsletter kostet 250 € im Jahr. Er wird vom E.I.R.-Verlag herausgegeben, zu bestellen bei: Caroline Hartmann, c.hartmann@eirna.com
26. Juni 2015
von: