Die USA nähern sich einem zweiten Wirtschaftseinbruch

Viele neuere Daten aus USA sind beunruhigend, zumal sie die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen werden. So haben die amerikanischen Konsumenten offensichtlich ihre Einkaufsbereitschaft und ihre Kreditaufnahme zurückfahren müssen. Die Immobilienpreise haben sich nicht oder kaum erholt und liegen um ein Viertel unter dem Stand von 2007 (Abb. 16066). Nach Auslaufen von Steuersubventionen ist der Verkauf neuer Häuser abgerutscht.
 

Die Zahl der Beschäftigten ist zuletzt wieder gefallen. Sie war in den letzten Monaten vor allem von staatlicher Beschäftigung gestützt worden, die jetzt aus Haushaltsgründen zurückgefahren wird.

So kann es nicht überraschen, wenn das Konsumentenvertrauen im Juli zum zweiten Mal in Monatsfolge wieder nach unten tendiert und wenn das Volumen an Konsumentenkredite deutlich fällt.


Im zweiten Quartal ging der Zuwachs der gesamten amerikanischen Wirtschaftsleistung auf eine Jahresrate von 2,4 % zurück, nachdem sie im 4. Quartal 2009 noch um 5,6 % und im 1. Quartal 2010 um 3,7 % zugenommen hatte. Ein großer Teil dieses schrumpfenden Zuwachses kam aus einem normalen Wiederaufbau von Lagern und aus Regierungsprogrammen, die nun im zweiten Halbjahr auslaufen. Abzüglich des Lageraufbaus zogen die Umsätze nur um 1,3 % an. US-Notenbankchef Ben Bernanke bezeichnete die Wirtschaftsaussichten erst kürzlich als "ungewöhnlich ungewiss".

Dieser Text stammt aus dem lesenswerten Infoportal von Joachim Jahnke, wo auch mehr Details zu dieser Thematik zu finden sind:
http://www.jjahnke.net/

Joachim Jahnke ist Autor mehrerer Bücher über die Hintergründe des Wirtschaft. Vor kurzem ist erschienen:



Joachim Jahnke: Die zweite grosse Depression – wo die Krise herkommt, wo sie hinführt, was tun? Shaker Verlag, 2010. 180 s., 94 Abb. € 14,95.
Mehr dazu: www.jjahnke.net/1929.html
06. August 2010
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