Öl und Gas statt Artenvielfalt

Bisher unberührte Regenwälder im Westen des Amazonasbeckens sollen für die Suche nach Erdöl und Erdgas freigegeben werden. In der Region mit der Gesamtfläche von 688’000 Quadratkilometern werden 180 Förderprojekte betrieben.


Das Gebiet erstreckt sich über die Staaten Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Peru und den westlichsten Teil Brasiliens. Die Erdölsuche soll von den jeweiligen Regierungen über Leasingverträge, die an Erdölfirmen gegeben werden, erfolgen. Die Erdölunternehmen können die gefundenen Rohstoffe behalten, müssen aber einen bestimmten Betrag an die Regierungen zahlen. Rund 35 Erdölfirmen haben sich bereits um die Lizenzen bemüht.

Raubbau zu erwarten
Bisher galten die Regenwälder im Westen des Amazonasbeckens im Vergleich zu denen im Osten Amazoniens als naturbelassen und unberührt. Die Region zählt mit Jaguaren, Ozelots, Fluss-Otter, Adler und vielen anderen Tieren zu den artenreichsten der Welt. Zudem ist sie Heimat zahlreicher ethnischer Gruppen, die hier leben und von denen Widerstand zu erwarten ist. Für die Umweltexperten kommt der Strassenbau zudem dem Ende des Regenwaldes gleich. Damit werde den Rodungen, der illegalen Besiedlung und exzessiver Jagd Tür und Tor geöffnet.


Mehr Informationen:
http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=080813025