Transatlantisches Bündnis schürt weltweit Chaos

Barack Obama, David Cameron und andere EU-Regierungschefs drohen Rußland wegen der Ukraine weiter mit neuen, weit schärferen Sanktionen, obwohl der russische Präsident Putin in den letzten Tagen bedeutende Schritte zur Entschärfung der Krise unternommen hat. Er zog nicht nur die russischen Truppen aus dem Grenzgebiet ab, sondern ließ auch vom Föderationsrat die Autorisierung zum Militäreinsatz gegen die Ukraine zurücknehmen.

Es gab mehrere Konferenzanrufe zwischen Putin, dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko, Kanzlerin Merkel und dem französischen Präsidenten Hollande, um einen allgemeinen Waffenstillstand und eine Verhandlungslösung zu erzielen. Dennoch gehen die Drohungen weiter, wobei die Ukraine nur als Vorwand dient, Rußland abzustrafen. Allerdings stoßen die westlichen Regierungen dabei auch zuhause auf starken Widerstand aus der Wirtschaft, sogar in den USA. Gleichzeitig bleibt der Persische Golf ein Pulverfaß für regionalen und globalen Krieg. Von Saudi-Arabien gestützte Dschihadisten der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) marschieren auf die irakische Hauptstadt Bagdad zu und haben mit vorübergehender Hilfe sunnitischer Stämme und früherer irakischer Armeeangehöriger schon mehrere wichatige Städte und Verkehrswege im Nord- und Westirak erobert. ISIS steht kurz davor, ein eigenes größeres Territorium zu beiden Seiten der irakisch-syrischen Grenze zu beherrschen. Der Iran erwägt eine direkte Intervention im Irak auf Seiten der Regierung MALIKI, aber das würde einen „neuen hundertjährigen Krieg“ in der islamischen Welt zwischen Sunniten und Schiiten nach sich ziehen. Das ist der Plan der Anglo-Amerikaner, seit sie ihre Regimewechsel-Projekte in Syrien, Ägypten, Libyen und dem Irak begonnen haben.


Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).


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07. Juli 2014
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