Washington eskaliert den Konflikt in der Ukraine

Während die Führungen der BRICS-Nationen den Aufbau einer neuen Weltwirtschaftsordnung anpacken, provozieren die westlichen Mächte, angeführt von der Regierung Obama, weiter einen globalen Krieg gegen Russland, wofür die Ukraine als Vorwand dient. Unzähligen Warnungen zum Trotz übertönen die Kriegstreiber in Washington alle rationalen Alternativen. Am 2.2. erschien ein neuer Bericht der Brookings Institution, des Atlantikrats und des Chicagoer Global Affairs Council, in dem für jährlich 1 Mrd.$ Militärhilfe, auch Waffenlieferungen, an die Ukraine plädiert wird.

Ausserdem werden in dem Bericht eine dauerhafte Stationierung von US- und anderen NATO-Truppen in den drei baltischen Staaten und mehr Russland provozierende Massnahmen gefordert. In der vergangenen Woche kündigte der Kommandeur der US-Armee in Europa, Gen. Ben Hodges, Pläne an, in den baltischen Ländern, Rumänien und Bulgarien US-Waffen und Militärausrüstung zu stationieren.

Daraufhin warnte ein namentlich nicht genannter Beamter des US-Aussenministeriums, dies sei eine direkte Kriegsprovokation, was noch dadurch verschlimmert werde, dass Präsident Obama „kindisch“ den direkten Draht zu Präsident PUTIN aufgegeben habe.

In der Ukraine sind trotz der Bemühungen Frankreichs, Deutschlands und Russlands die Gespräche über eine Waffenruhe zusammengebrochen, und die Kämpfe in der Südostukraine haben sich massiv verschärft. NATO-Vertreter behaupten, Russland sei mit schwerbewaffneten regulären Einheiten in der Ostukraine einmarschiert, aber der Generalstabschef der Ukraine, Gen. Viktor Muchenko, widersprach. Die einzigen „Russen“, die gegen Kiews Kräfte kämpfen, seien lokale Einwohner russischer Herkunft und einzelne Freiwillige in „illegalen“ Milizen.

In der letzten Woche wurde auch der wahre Charakter des Kiewer Regimes ein weiteres Mal aufgedeckt. Der bekannte Journalist Patrick L. Smith schrieb empört darüber, dass die USA ab Frühjahr die ukrainische Nationalgarde ausbilden wollen, obwohl gründlich dokumentiert sei, dass „die Ukraine immer noch stark von Neonazi- Milizen abhängig ist“. Und der Russlandexperte und frühere State- Department-Berater James Carden beschrieb am 31.1. in einem Artikel über „Kiews Autoritarismus“ in National Interest die offene Unterstützung Kiews für Neonazis.

Er erinnert daran, dass Präsident Poroschenko die Ukrainische Aufstandsarmee, die Hand in Hand mit den Nazi-Besatzern arbeitete, offiziell rehabilitiert hat und dass der 106. Geburtstag des Nazi-Kollaborateurs Stepan Bandera am 1.1. in Kiew mit Fackelzügen gefeiert wurde. Zudem ernannte Innenminister Arsen Awakow trotz der Proteste jüdischer Organisationen einen Anführer der offen nazistischen und rassistischen Asow-Brigaden zum Polizeichef der Region Kiew.


Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).


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06. Februar 2015
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