Wirtschaftskrise sorgt weltweit für mehr Gewalt

Sinkender Wohlstand und steigende Arbeitslosigkeit führen zu Instabilität, Schweiz auf Rang 18 abgerutscht

Die Wirtschaftskrise hat in den vergangenen Monaten zu einem Anstieg von politischer bzw. gesellschaftlicher Instabilität und Gewalt geführt. Zu diesem Schluss kommt der jährliche Global Peace Index (GPI), erstellt von der Unternehmensgruppe um das Wirtschaftsmagazin The Economist. Verschiedene negative wirtschaftliche Faktoren seien dafür ausschlaggebend, dass die Welt ein "etwas weniger friedlicher Ort" geworden sei. Am sichersten ist es der Erhebung zufolge noch in Neuseeland, gefolgt von den skandinavischen Staaten. Der Irak bildet hingegen das gefährlichste Land der Welt. Österreich konnte in den vergangenen Monaten von Rang zehn auf Platz fünf der sichersten Staaten vordringen, während Deutschland auf Platz 16 und die Schweiz auf Rang 18 abrutschten. Island musste seinen Spitzenplatz aus dem Vorjahr abgeben. Entgegen den Erwartungen konnten die USA im Index hingegen sechs Plätze auf Rang 83 gewinnen.

Die Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs sind dem GPI nach in verschiedenen Ländern Ursache für ein höheres Maß an Gewalt. Darüber hinaus sind der globalen Rezession explodierende Energie- und Nahrungsmittelpreise vorangegangen, die bereits zu ersten gewaltsamen Konflikten geführt hatten. Angesichts der ansteigenden Arbeitslosigkeit und des sinkenden Wohlstands steige der Unmut in vielen Gesellschaften. Der Wertverlust von Eigenheimen, Einsparungen und eingefrorene Gehälter sowie fallende Pensionen würden den Frust der Bevölkerung erhöhen. Dies habe bereits zu gewaltsamen Demonstrationen geführt, ein politisches Nachspiel und gesellschaftliche Instabilität seien die Folge.




Quelle: pressetext.deutschland
Ganzer Text:
http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=090602050
04. Juni 2009
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