Was China in 70 Jahren erreicht hat

Analphabetismus und Armut sind komplett überwunden.

Die enormen Herausforderungen, die das riesige Land noch zu bewältigen hat, sind nicht zu unterschätzen, und man sollte auch die üble Dekadenz einiger Perioden der letzten 70 Jahre nicht ignorieren. Dennoch waren die Erfolge, insbesondere in den letzten 30 Jahren, bemerkenswert. Und die 2013 von Xi Jinping ins Leben gerufene Gürtel- und Straßen-Initiative hat der Dynamik eine ganz neue, internationale Dimension verliehen.

Der Blick auf ein paar wesentliche Fakten und Zahlen zeigt die enorme Veränderung:

  • Vor 70 Jahren machte die chinesische Wirtschaft etwa 1% des weltweiten BIP aus, heute sind es 18%.
  • 1949 betrug die Lebenserwartung 35 Jahre, heute sind es 77. Damals waren 80% der Bevölkerung Analphabeten, heute ist ihr Anteil  fast auf 0% gesunken (98,9% aller Kinder werden eingeschult).
  • Die Armutsquote ist laut Weltbank von 95% auf nur noch 3% gesunken.
  • 1949 waren 90% der Bevölkerung arme Bauern, heute gehören 400 Millionen Chinesen der Mittelschicht an.
  • China ist das exportstärkste Land der Welt, und seine Wertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe ist fast doppelt so hoch wie die in den USA und viermal so hoch wie in Japan.
  • Der Hochtechnologiesektor, derzeit 28% der Wirtschaft, wird den der USA voraussichtlich 2020 überholen.
  • Das Streckennetz im Hochgeschwindigkeits-Bahnverkehr erstreckt sich bereits über 30.000 km und dürfte in Kürze 40.000 erreichen.
  • Was die Zukunft anbelangt, hat China weltweit mit Abstand die meisten Hochschulabsolventen in Naturwissenschaften, Technik und Ingenieur- wissenschaften - schon heute viermal soviel wie die USA.
  • Chinas Raumfahrtprogramm hat in den letzten 30 Jahren enorme Fortschritte gemacht, u.a. hat es als erstes Land einen Rover auf der erdabgewandten Seite des Mondes abgesetzt.

Chinas Führung besteht darauf, daß sie ihr Modell des „Sozialismus mit chinesischen Merkmalen“ nicht exportieren will und daß dies keine Voraussetzung für gegenseitig vorteilhafte Beziehungen wäre; sie bietet aber immer wieder an, die Vorteile mit Ländern zu teilen, die sich für eine Zusammenarbeit entscheiden. Es ist jetzt an der transatlantischen Welt, zu ihrer eigenen Tradition der wirtschaftlichen Entwicklung und der klassischen Kultur zurückzukehren.

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Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).

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