Atomkraft keine Lösung im Kampf gegen Klimawandel

Nur Erneuerbare Energien schaffen Sicherheit

Eine von Greenpeace veröffentlichte Studie der University of Greenwich zeigt, dass sich Atomenergie nicht dazu eignet, den globalen Klimawandel zu stoppen (Studie in englisch runterladen). Einer der wesentlichen Gründe gegen die Atomkraft ist die Tatsache, dass der Anteil der Kernkraft derzeit nur 16 Prozent der weltweiten Energieversorgung darstellt. Sollte die Atomenergie tatsächlich einen relevanten Beitrag zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen liefern, wären mindestens tausend neue Atomkraftwerke nötig. Und das ist schon allein aufgrund der Gesamtkosten dieses Plans sowie der langen Bauzeiten vollkommen unrealistisch, rechnet auch das Massachusetts Institute of Technology MIT vor.

"Seit den 1990er Jahren sucht die Atomindustrie mit zunehmender Verzweiflung nach Bauaufträgen, und nun hofft man, im Klimawandel endlich ein neues Argument für die Nutzung der Atomkraft gefunden zu haben", meint Jurrien Westerhof, energieexperte von Greenpeace Österreich. "Die tatsächlichen Gründe für den Klimawandel liegen aber nicht einmal in der Stromversorgung, sondern im Verkehrssektor und in der Abholzung der Urwälder. Will man also wirklich etwas gegen den Klimawandel unternehmen, dann muss hier angesetzt werden. Atomkraft ist nur eine Scheinlösung, noch dazu für das falsche Problem", meint Westerhof.

Nur erneuerbare Energiesysteme sind in der Lage den wachsenden Bedarf an Energie zu decken. Jeder Dollar, der in die Erhöhung der elektrischen Energieeffizienz fließt, vermag sieben Mal besser CO2 einzusparen als jeder Dollar, der in die Atomkraft investiert wird.

Quelle: pressetext.austria

09. Mai 2007
von: