Greenpeace-Ranking: Einfluss auf den Klimawandel

Zum achten Mal hat die Umweltorganisation seinen vierteljährlichen "Leitfaden zur grünen Elektronik" veröffentlicht, in dem sie bewertet, wie umweltverträglich Elektronikunternehmen wirklich sind.


Unter 18 Herstellern bleibt Nintendo auch diesmal Schlusslicht, konnte aber immerhin seine Punktezahl verbessern. Dabei sind die Bewertungen der meisten Unternehmen gegenüber der vorigen Version des Berichts deutlich gefallen. "Wir haben neue Energie- und Klimakriterien eingeführt", nennt Greenpeace-Chemieexperte Martin Hojsik im Gespräch mit pressetext einen der Gründe dafür. Ausserdem wurden die Bewertungskriterien zu Elektroabfällen und toxischen Chemikalien verschärft, sodass nur zwei Unternehmen mehr als die Hälfte der möglichen zehn Punkte erreicht haben.

Die Klimakriterien sind weit gefasst, um den Einfluss von Unternehmen in ihrer Gesamtheit zu betrachten. Ein Faktor ist dabei der Ausstoß von Treibhausgasen im Produktionsprozess, der beispielsweise durch die Nutzung erneuerbarer Energien reduziert werden kann. Hier fordert Greenpeace ein Bekenntnis der Hersteller zum Post-Kyoto-Prozess. "Wir wollen konkrete Reduktionsziele und -zeitpläne", betont Hojsik. Allerdings sei dies ein Bereich, in dem viele Unternehmen noch schlecht informiert sind. "Der Faktor Energieeffizienz ist den Herstellern beispielsweise durch den Energy Star schon bekannter", meint der Aktivist. Was das Bekenntnis zur Reduktion von Treibhausgasen betrifft, weist Greenpeace Fujitsu Siemens Computers als vorbildlich aus. Im Bereich der erneuerbaren Energien nennt Greenpeace Nokia als führend.

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http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=080626034