Maiskreise-Film „Signs“

Ein Einzelkämpfer rettet das Heim, das Land und die Freiheit und hat kein Gespür für feinstoffliche Energien: Im Spielfilm „Signs“, demnächst wieder in Ihrem Sofakino.


Gleich von Anfang an liegt etwas Unheimliches in der Luft oder besser über dem Maisfeld vor dem Haus. Die Hunde drehen durch, Daddy Hess ist besorgt und kneift die Augen wichtig und angestrengt zusammen. Diesmal spielt er den Einzelkämpfer Marke Familienvater und Wittwer, der in die Jahre gekommene Hollywood-Held Mel Gibson.

Oberflächliches Sozialdrama
Der Thriller nimmt seinen Lauf nach Schema F und wird gemischt mit einem oberflächlichen Sozialdrama. Brechen Konflikte in der Familie auf, müssen sie nicht ausgestanden werden, da just in diesen Momenten höchste Gefahr Aufmerksamkeit und Handeln verlangt. Und als die ausserirdische Invasion für die USA und die kapitalistische Welt nach zähem Kampf gebannt ist, als das mittelständische Heim und das Leben seiner Insassen gerettet ist, lösen sich die Konflikte von selbst - wie immer in diesen Filmen.

Überzeichnete Feindbilder
Keinen freundlichen Aliens wie Steven Spielbergs E.T. begegnen wir hier, sondern Feindbildern: Blut saugenden, buckligen Gestalten mit rasselndem Atem, die aussehen, als würden sie zweimal täglich mit heissem Pech übergossen.

Dümmlicher Konservativismus
Nicht nur in Sachen Niederträchtigkeit sind sie dem edlen Menschengeschlecht überlegen, sondern auch technologisch, dummerweise. Sie kommunzieren weltweit miteinander mit Antennenanlagen, die sie in Korn- und Maisfeldern anlegen. Den feinstofflichen Hintergrund der Kornkreise, ihre Botschaften, ihren Zusammenhang mit uralten Kultstätten und Energiemeridianen, opfert Regisseur M. Night Shyamalan („The Sixth Sense“) der Spannung, dem Horror und dem dümmlichen Konservativismus.


Informationen:
www.kornkreise.ch
09. September 2008
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