Nuland schürt Chaos in Mazedonien

Die gegenwärtige Destabilisierung Mazedoniens durch Terroristen der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK) und Aktivisten der „Farbenrevolution“ läuft unter Aufsicht der US-Außenstaatssekretärin für Europa, Victoria Nuland. Beobachtern aus Rußland und Serbien zufolge soll mit der Destabilisierung die Pipeline „Turkish Stream“ sabotiert werden.

Die geplante Pipeline soll russisches Erdgas in die Türkei und weiter über Griechenland durch Mazedonien nach Serbien leiten, doch das State Department ist gegen das Projekt. Allgemein verfolgt die Regierung Obama das Ziel, eine Beteiligung Europas am Projekt der Neuen Seidenstraße zu verhindern. Auf dem Balkan spielt Washington die ethnische Karte als Fortsetzung der Politik, die mit dem Krieg gegen Serbien 1999 eingeläutet wurde. Dazu gehört die Entfesselung von UCK-Terroristen, die ein „Großalbanien“ aus Albanien, dem Kosovo und Teilen Mazedoniens schaffen wollen.

Am 30.4. unterzeichneten Nuland und der albanische Außenminister Bushati in Washington eine Vereinbarung über eine strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern. Nur wenige Wochen zuvor hatte Ministerpräsident Edi Rama gemeinsam mit dem kosovarischen Außenminister Hashim Thaci (einem ehemaligen UCK-Anführer) verkündet, alle Albaner würden in einer Nation vereint werden. Am 9.5. griff ein ethnisch albanisches „Terrorkommando“ einen Polizeiposten im mazedonischen Kumanovo 40 km von der Hauptstadt Skopje entfernt an und lieferte sich eine 30stündige Schießerei mit der Polizei. Am Ende wurden 14 „Terroristen“ getötet und 27 gefangengenommen. Die Anführer sind alle bekannte UCK-Veteranen. Bald darauf übernahm die Nationale Befreiungsarmee (NLA), besser bekannt als die mazedonische Variante der UCK, die Verantwortung für den Angriff von Kumanovo. Sie behauptete, alle albanischen Gruppen und Militäreinheiten kämpften gemeinsam für die Gründung der „Republik Illirida“ als Vorstufe zu einem Großalbanien.

Am 17.5. marschierten in Skopje zehntausende Menschen, meist ethnische Albaner mit Flaggen des Kosovo und der UCK, und forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Gurevski. Oppositionsführer Zoran Zaev warnte, sonst werde „Mazedonien einen Krieg wie in der Ukraine erleben“. Zwei Tage zuvor hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow die Unruhen in Mazedonien damit in Verbindung gebracht, daß die Regierung in Skopje gegen Rußlandsanktionen ist, und vor einer Ausbreitung von Terrorismus auf dem ganzen Balkan gewarnt. Lawrow sagte, er sei besorgt über Entwicklungen im Kosovo und Teilen von Bosnien- Herzegowina, wo der Islamische Staat (IS) junge Menschen für den Kampf im Nahen Osten und in Nordafrika rekrutiere. Er warf der EU eine „Vogel- Strauß“-Haltung vor.


_____________________________

Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).


Der lesenswerte Newsletter kostet 250 € im Jahr. Er wird vom E.I.R.-Verlag herausgegeben, zu bestellen bei: Caroline Hartmann, c.hartmann@eirna.com
22. Mai 2015
von: