Überfischung: Junkfood für Meeresfauna

Die weltweite Überfischung und die Auswirkungen des Klimawandels setzen eine Reihe von Tieren, die im und am Meer leben, einer einseitigen Diät aus. Statt der für sie wertvollen Nahrungsquelle bleibt ihnen praktisch nur noch Junkfood.

Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität von Stockholm. Das Ergebnis sind abgemagerte Vögel, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.

Räuberische Fische wie etwa der Dorsch sind durch die nicht nachhaltige Fischerei praktisch aus den Meeren verschwunden, dafür haben sich ihre Beutetiere wie etwa Sprotten stark vermehrt. Sprotten sind als Nahrung für Seevögel aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts nur ein magerer Ersatz. Die Biologen um Henrik Österblom argumentieren, dass das schlechte Nahrungsangebot für Raubvögel und Meeressäuger zu einem rapiden Gewichtsverlust der Räuber führt, da ihnen die notwendige Energie fehlt.

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http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=080619031