Westliche Lebensmittel verschärfen Hunger

Die USA bestehen darauf, dass das United Nations World Food Programm (WFP) mit dem US-Beitrag ausschliesslich US-Getreide einkauft als Lebensmittelspenden für Hungergebiete. Das WFP aber bevorzugt lokale Produzenten.

Die meisten Menschen glauben, dass Lebensmittelsendungen eine gute Idee zur Bekämpfung von Hunger und Armut sind. Experten des World Food Programm WFP haben nun aufgezeigt, dass Nahrungsmittelspenden oft ein Schritt in die falsche Richtung sind. "Wenn es viel Mehl gratis am Markt gibt, bleiben lokale Bauern nämlich auf ihrem eigenen Mehl sitzen und verdienen damit kein Geld", berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

"Wir bekommen derzeit 80 Prozent unserer Lebensmittelhilfen aus Entwicklungsländern", erklärt Josette Sheeran, Chefin des WFP. Gaben vor knapp zehn Jahren Industrieländer überschüssiges Getreide als Spenden, gibt es heute Geld für den WFP, um Nahrung zu kaufen. Mit Ausnahme der USA, die immer noch darauf bestehen, dass mit dem Geld ausschließlich US-Getreide gekauft wird, kauft das WFP Nahrungsmittel von lokalen Bauern, um das Wirtschaftssystem auch in krisengeschüttelten Regionen aufrecht zu erhalten.

United Nations World Food Programm
http://www.wfp.org


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