Wo «grösser» nicht unbedingt besser ist

Nach dem langen leidvollen Weg in der Sackgasse des Patriarchats ist es an der Zeit, einen neuen friedvollen Weg einzuschlagen, hin zu einer egalitären Gesellschaft in Balance.

Mosuo-Braut
Eine Braut der Mosuo, einer von 62 verbliebenen matriarchalen Kulturen der Erde. Foto: Rod Waddington (Wikimedia)

Wie können wir diesen Weg des Friedens in eine Gesellschaft finden, in der die Menschen in gleichberechtigter Freiheit und in Balance miteinander und mit Allem-was-Ist leben? Mir scheint, es ist die Zeit gekommen, in der wir endlich vom hohen Ross des «Erste-Welt-Denkens» herabsteigen und uns der Weisheit der indigenen Völker zuwenden sollten, um von ihnen zu lernen.

An dieser Hinwendung und Erforschung der alten Kulturen arbeiten seit vielen Jahren Frauen aus dem Umfeld von Heide Göttner-Abendroth, die dafür das MatriForum ins Leben gerufen haben. Wir von der Regionalen-CHARTA-Initiative und dem Verein Gesellschaft in Balance sind in ihr Netzwerk eingetreten, weil wir ähnliche Ziele haben. 

Unser gemeinsames Ziel ist es, einen zukunftsweisenden Dialog von Wissenschaft und Öffentlichkeit über alternative, egalitäre Gesellschaftsformen in Gang zu setzen, vor dem Hintergrund neuester Erkenntnisse unter anderem aus den wissenschaftlichen Bereichen der modernen Matriarchatsforschung, Ökonomie, Soziologie, Politologie, und Kulturwissenschaft.

Das MatriForum hat eine Zukunftsvision, die #MATRIFUTURE in die Welt gebracht, die sie auf ihrer Homepage veröffentlicht haben, und die ich hier gerne zitiere:

Seit Jahrtausenden zeigen uns die [ca. 62 noch bestehenden] indigene[n] matriarchale[n] Friedensgesellschaften auf der ganzen Welt [wovon die Ethnie der Minangkabau mit über 3 Millionen Einwohnern am grössten ist], wie eine egalitäre, fürsorgende Gesellschaft möglich ist. Sie wenden praktische Lebensformen an, die für alle funktionieren und sie sind keine Utopie! […]

Als Schwestern und Brüder, Mütter und Väter, Forscherinnen und Forscher, Feministinnen und Feministen, Pflegerinnen und Pfleger und Menschen weltweit – können wir von diesen Gesellschaften lernen, wie wir selbst in unserer eigenen gesellschaftlichen Struktur diese mütterlichen Werte wieder ins Zentrum stellen können, denn wir möchten: Eine friedliche Welt [für alle] im Gleichgewicht.

Das kapitalistische Patriarchat vertritt die Auffassung, dass die Welt auf jeder Ebene durch eine künstliche, von Menschen geschaffene Gegenwelt verändert, kontrolliert, ergänzt und sogar ersetzt werden muss. Dadurch sehen wir uns heute mit einer Reihe lebensbedrohlicher Krisen konfrontiert, welche die Menschen in einen Zustand der Spaltung, Zerrissenheit und Einsamkeit stürzen und zu immer verarmteren Gemeinschaften führen. Diese fundamentale Krise der grundlegenden Lebensbedingungen, die wir allgegenwärtig erleben, bedroht das Leben selbst und sogar den einzigen Planeten, auf dem wir leben können, unsere geliebte Mutter Erde.

In einer #MATRIFUTURE-Zukunft ist grösser nicht unbedingt besser. Vorrang haben die kleineren, regionalen Einheiten der Gesellschaft, die dafür verantwortlich sind, dass ein persönlicher und transparenter gegenseitiger Umgang entsteht. 

Dies bedeutet, dass Strukturen entwickelt werden müssen, die verschiedene Arten von Verbindungen zwischen benachbarten Gemeinschaften und Netzwerken von Frauen und Männern fördern, die sich an den Bedürfnissen von Müttern und Kindern orientieren. [...]
Wir überwinden die künstlichen Spaltungen zwischen Frauen und Männern, zwischen Alten und Jungen, zwischen sexuellen Vorlieben, unterschiedlichen Fähigkeiten und zwischen Körper, Geist und Seele, indem wir Netzwerke aufbauen, die auf dem kontinuierlichen und bedarfsgerechten Teilen der Ressourcen basieren.

Die Welt selbst wird als ein lebender Organismus betrachtet, und die Heiligkeit von Mutter Erde und all ihren Kindern wird respektiert. 

Es liegt an uns allen, dies Realität werden zu lassen! Mit dem Willen und der Schöpferkraft unserer friedlichen Gedanken kann es tatsächlich gelingen, diese Realität zu schaffen. Darum beteilige dich an der montäglichen Gedanken-Aussendung ins morphische Feld des Friedens. Je mehr Menschen dabei sind, umso schneller schaffen wir den Ausstieg aus dem Patriarchat. Die gleichzeitig(!) ausgesendeten Friedensgedanken werden synergetisch verstärkt – wie wir aus der Quantentheorie wissen. 

Die Einladung: Wie jeden Montag, heute um 21 Uhr, gemeinsam an den Frieden denken. Aus guten Gedanken werden liebevolle Worte, die zu friedfertigen Taten führen: So bringst du Frieden in die Welt. Eine Welt, in der es keine Spaltung mehr gibt, weil es in einer egalitären Gesellschaft allen Menschen gut geht und alle sich gegenseitig achten und respektieren. Nimm dir ein paar Augenblicke Zeit, um dir diese friedliche Welt vorzustellen, in der Du selber mit Dir im Frieden bist. An Liebe und Frieden zu denken, bewirkt auch zu jeder anderen Zeit Gutes in der Welt. 

Ich wünsche uns allen eine schöne Frühlingswoche mit vielen guten Gedanken für den Frieden.

Eva-Maria Gent

Eva-Maria
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