Versöhnung braucht Mut

Konflikte – politische, zwischenmenschliche, wirtschaftliche, innere, mit Gott, zwischen Staaten oder Völkern, … – gehören zur Zeit- und zur Lebensgeschichte.

Aber das Repertoire, sie zu lösen, hat sich in den letzten Jahren eingeschränkt. Die «Versöhnung» scheint erst unter ferner liefen aufzutauchen. Dieses versöhnungsarme Konfliktverhalten gibt es in der internationalen Politik ebenso wie auf der regionalen, lokalen und privaten Ebene; die verbale Aufrüstung im Internet mit seinen Shitstorms sind Symptome dafür.

Es wäre gut, den Prozess umzukehren. Und damit wieder mehr Optimismus in die Welt zu bringen. Damit das gelingt, dazu braucht es Anregungen und glaubhafte Vorbilder für den Alltag. Diese will das kürzlich erschienene Buch «Kann ich damit leben?» liefern.

Konflikte auszutragen braucht Mut. Aber Versöhnung ist erst recht nichts für Feiglinge. Das wissen die 29 Menschen, die einen Beitrag für dieses Buch geschrieben haben: Sepp Blatter, Kafi Freitag, Rolf Butz, Allen Guggenbühl, Kardinal Kurt Koch, Hans Heinrich Coninx, Walter Kohl (Sohn von Helmut Kohl), Pasqualina Perrig-Chiello, Klaus J. Stöhlker, Alex Rübel, Christoph Koch, Luzi Bernet, Yves Kugelmann, Andrea Bianca, Christoph Sigrist, Noa Zenger u.a.m.

 


Achim Kuhn (Hrsg.): Kann ich damit leben? Prominente über Konflikt und Versöhnung. Theologischer Verlag Zürich, 2017. 322 S., CHF 29.80 / EUR 26.90 - EUA 27.70, ISBN 978-3-290-17899-4

28. Januar 2018
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