Im grössten deutschen Steuerbetrug mit einer Deliktsumme von 31,8 Mrd. Euro kommt es morgen Dienstag zum ersten Prozess. Aber nicht ein Täter steht vor dem Bezirksgericht Zürich, sondern der deutsche Rechtsanwalt Eckart Seith, der den Behörden Dokumente geliefert hat.

Nicht der Einsatz gegen Finanzmarktkriminalität ist ein Verbrechen, sondern die Finanzkriminalität selbst. Doch in Zürich steht am 26. März, jemand vor Gericht, weil er ganz wesentlich zur Aufklärung von Finanzkriminalität beigetragen hat: Eckart Seith hat Belege zu den kriminellen CumEx-Geschäften, die er im Rahmen seiner anwaltlichen Tätigkeit erhielt, an die zuständigen Behörden in der Schweiz und in Deutschland weitergeleitet und so die Ermittlungen gegen die CumEx-Täter in Gang gesetzt.

25. März 2019 von Gerhard Schick, Finanzwende