Hilfsflotte mit Aktivisten aus 52 Ländern auf dem Weg nach Gaza
Global-Sumud-Flottille gestartet – Durchbruch der Seeblockade angestrebt

Am 12. April 2026 ist die Global-Sumud-Flottille in See gestochen. Die Schiffe der Freedom Flotilla Coalition und weiterer internationaler Initiativen tragen Delegationen aus 52 Ländern an Bord. Ziel ist es, die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen, humanitäre Güter wie Lebensmittel und Medikamente zu liefern sowie eine zivile Präsenz vor Ort aufzubauen.

An Bord befinden sich Ärztinnen, Krankenpfleger, Ökobauern, Ermittler für Kriegsverbrechen und unbewaffnete zivile Begleiter. Die Teilnehmenden wollen beim Wiederaufbau von Gesundheitseinrichtungen und Infrastruktur mithelfen und die Lage in Gaza dokumentieren. Die Route wird laufend an Wetterbedingungen, den Zustand der Schiffe und die politische Lage angepasst.

Die Organisatoren betonen, dass die Blockade weiterhin die Zivilbevölkerung treffe, auch nach einer Waffenruhe. Sie fordern freie Seefahrt für Hilfsgüter und kritisieren die anhaltenden Einschränkungen. Agnès Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International, warnte, eine Waffenruhe dürfe nicht zur Illusion einer Normalisierung führen.Die Flottille ruft zu breiter Unterstützung auf: Spenden, Berichterstattung über den Verlauf und Mobilisierungen an Land, darunter Blockaden und Streiks gegen Waffenlieferungen. Ein Live-Tracker soll die Öffentlichkeit über die Position der Schiffe informieren.

Beobachter sehen in der Aktion einen Versuch, die internationale Aufmerksamkeit auf die humanitäre Lage in Gaza zu lenken und Druck für ein Ende der Blockade aufzubauen. Bisher liegen keine Angaben zu möglichen Reaktionen der israelischen Marine vor.