Auf dem gestrigen UNO-Welternährungsgipfel in New York wurde über die Reform des weltweiten Lebensmittelsystems debattiert. Auf höchster politischer Ebene realisiert man offenbar langsam, wie viel sozialen und ökologischen Schaden die industrielle Nahrungsmittelproduktion anrichtet. Für die indische Aktivistin Vandana Shiva ist das alter Kaffee: Die Naturwissenschaftlerin kämpft schon seit Jahrzehnten für den lokalen biologischen Anbau, der die Biodiversität fördert, und gegen Saatgut-Monopole. Aus der Serie «Aussergewöhnliche Frauenbiografien».

Wenn Vandana Shiva über Ernährung, die Machtgier von Konzernen und das Wunder der natürlichen Biodiversität spricht, sprüht sie nur so. Vor Entrüstung, vor Begeisterung – und vor Zahlen und Fakten.

24. September 2021 von Nicole Maron