Ansturm auf Ceuta – EU zeigt keine Solidarität
Spanien bleibt mit der Krise allein

Der massive Ansturm marokkanischer Migranten auf die spanische Exklave Ceuta hat die EU kalt erwischt. Die Kommission und Frontex schoben die Verantwortung nach Madrid: Spanien müsse die Aussengrenze selbst sichern. Italien und Dänemark forderten sogar eine Isolation oder den Ausschluss aus dem Schengen-Raum.  

Premier Sanchez wird zum Sündenbock gemacht, er selbst spricht allerdings von einem «Angriff». Während bei einem ähnlichen Szenario aus Belarus die gesamte EU mobilisieren würde, ducken sich hier alle weg. Am Abend waren fast alle Migranten wieder zurück in Marokko – Spanien hatte die Krise in Rekordzeit bewältigt. Sanchez erinnerte: Solidarität sei freiwillig, Vertragstreue aber nicht.