Ein spektakuläres Datenleck gewährt erstmals Einblick in den exklusiven Zirkel «Dialog», den der US-Milliardär Peter Thiel 2006 mitgründete. Die Luzerner Hacktivistin Maia Arson Crimew entdeckte die jahrelang geheim gehaltene Mitgliederliste im frei zugänglichen Quellcode der Website – ein Fund, den das US-Magazin Wired überprüfte und mit weiteren Dokumenten ergänzte. Das Leak umfasst 222 Teilnehmer der Klausur 2026 in Dublin sowie interne Unterlagen.
Auf der Gästeliste stehen Spitzenvertreter aus Politik, Militär, Geheimdiensten, Finanzwelt und Technologie – darunter der Nato-Oberbefehlshaber in Europa, US-Minister, Senatoren, Palantir-Mitgründer, Notenbanker und führende Unternehmer. Kritiker sehen darin eine problematische Vermischung von Regulierern und den von ihnen regulierten Konzernen.
Auch das Programm wirft Fragen auf: Diskutiert werden Themen wie Dritter Weltkrieg, KI, Atomkraft, Überwachung, Desinformation und Zukunftsszenarien. Brisant ist zudem, dass persönliche Angaben wie politische Einstellungen, Partnersuche und private Zugangsdaten ungeschützt im Netz lagen. Der Fall zeigt ausgerechnet bei einem Kreis von Technologie-Eliten gravierende Sicherheitsmängel – und wirft ein Schlaglicht auf die Intransparenz informeller Macht- und Einflussnetzwerke.