Massive ausländische Einmischung in Ungarns Wahl
Die USA und Israel setzen sich für Regierungschef Orban ein, Polen hält dagegen.

Die bevorstehende Wahl in Ungarn im April 2026 wird von beispielloser ausländischer Einmischung überschattet. US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben Viktor Orbán am Wochenende demonstrativ unterstützt. Gleichzeitig plant US-Vizepräsident J. D. Vance einen Besuch in Budapest Anfang April, um dem ungarischen Regierungschef Rückendeckung zu geben.

Polens Ministerpräsident Donald Tusk warf Orbán vor, Russland bis ins kleinste Detail über Absprachen auf EU-Gipfeln zu informieren. Auf der Plattform X schrieb Tusk: «Dass Orbans Leute Moskau bis ins kleinste Details über die EU-Gipfeltreffen informieren, dürfte niemanden überraschen.» 

Belege lieferte er keine. In Brüssel gilt Orbán bereits als «Asset» von Kremlchef Putin, und der Vorwurf wird dort aufgegriffen.Während die EU bisher ausschliesslich Russland Einmischung vorwirft, ist kaum zu erwarten, dass sie gegen die offene Unterstützung aus Washington und Jerusalem protestiert.