Mission to Marsh: Mit Leidenschaft für den Moorschutz
Die gemeinnützige Organisation Mission to Marsh setzt sich mit grosser Begeisterung für den Schutz und die Renaturierung von Mooren ein. Gegründet von Anni und Alex Kornelsen, hat sich das Paar zur Aufgabe gemacht, diese einzigartigen Ökosysteme zu verteidigen. Vom Vom 3. August bis 13. September 2026 laden sie ein zum «Moorathon».
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Ganz Mitteleuropa soll einst aus sumpfigen Wäldern und Mooren bestanden haben: unwirtlich und fast unüberwindbar. Die Trockenlegung der Moore - oft geschah es durch Klöster - war eine Voraussetzung für die Urbarmachung. Doch heute sind Moore selten geworden - und mit ihnen viele Tier- und Pflanzenarten und ihre wichtige ökologische Aufgabe der Wasserspeicherung und Filterung.

«Mit unserer gemeinnützigen Organisation setzen wir uns dafür ein, dass Moore in Zukunft wieder für eine lebenswerte Erde sorgen können», erklären die Gründer von Mission to Marsh. Moore werden weltweit für Land- und Forstwirtschaft oder andere wirtschaftliche Zwecke zerstört. Mission to Marsh arbeitet daher sowohl am Erhalt gesunder Moore als auch an der Wiedervernässung bereits geschädigter Flächen. Die Organisation betont die enormen ökologischen Leistungen der Moore: Sie speichern riesige Mengen CO₂, filtern Wasser und bieten einzigartigen Lebensraum für seltene Arten.

Wissenschaft, Abenteuer und konkrete Projekte

Anni Kornelsen bringt wissenschaftliche Expertise ein. Als Doktorandin an der Universität Osnabrück forscht sie zu Paludikultur (eine nachhaltige Form der Landwirtschaft auf nassen, wiedervernässten Moorflächen) und Torfmoosen und hat mehrere Publikationen zum Thema veröffentlicht. Alex Kornelsen ergänzt mit Know-how aus Innovation, Marketing und New Work. Gemeinsam haben sie Moorexpeditionen unternommen, um die Bedeutung dieser Ökosysteme sichtbar zu machen.

Bisher konnten sie mit Partnern - Privatpersonen, Unternehmen oder Gruppen - bereits über 213'000 Quadratmeter Moor renaturieren, Hunderte von Moorpatenschaften vermitteln und mehr als 500'000 Euro für Moorschutz sammeln. Zu den Erfolgen zählen Renaturierungsaktionen, Kooperationen und Aufklärungsarbeit. Die Organisation produziert zudem einen Dokumentarfilm und plant Buchveröffentlichungen, um ein breites Publikum zu erreichen. Die Organisation betont: «Gemeinsam mit Klimaaktivisten und Umweltschützern auf der ganzen Welt nutzen wir unser Wissenschafts- und Marketing-Netzwerk, um Projekte im Bereich Moorschutz umzusetzen.»

Trotz ihrem schmerzlichen Beharren auf dem CO2-Narrativ zeigt Mission to Marsh, wie engagierter Umweltschutz heute aussehen kann: durch die Erzeugung von Begeisterung für den Schutz von Ökosystemen.

Der Moorathon

Eine jährliche Aktion der Initiative ist der MOORATHON – ein deutschlandweites Mitmach-Event, bei dem Sport und Moorschutz verbunden werden. Vom 3. August bis 13. September 2026 (42 Tage) können Teilnehmende durch Laufen, Radfahren, Wandern oder andere Bewegungen Moore schützen. Jede Aktivität wird über die Summitree-App getrackt und von Sponsoren in konkreten Moorschutz umgewandelt.«

Tu dir was Gutes und hilf dem Moor», heisst es auf der Seite. Der MOORATHON fördert nicht nur Bewegung und mentale Gesundheit, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl. Es gibt Online-Teilnahme sowie Vor-Ort-Events wie das Bergfest bei Leipzig (22. August) und den Finallauf bei Osnabrück (13. September).

Im Vorjahr haben über 5000 Menschen mitgemacht und ein grosses Stück Moor geschützt. Durch die Aktion können die Teilnehmer Moorschutz direkt erleben. Interessierte können sich direkt über die Website anmelden.

 

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