Das US-Aussenministerium hat einen 99-seitigen Bericht mit dem Titel «Kuba: Die Hauptstadt des Kommunismus des 21. Jahrhunderts» veröffentlicht. Darin wird Kuba erneut als Bedrohung für die Vereinigten Staaten dargestellt.
World Beyond War widerspricht dem Bericht. Der Bericht greife auf Methoden der McCarthy-Ära der 1950er-Jahre zurück: Verfolgung pazifistischer Bewegungen, Schuld durch Assoziation und die These vom inneren und äusseren Feind. Die Behauptung, US-interne Proteste – von antirassistischen Gruppen über Palästina-Solidarität bis zu pazifistischen Bewegungen – seien das Resultat kubanischer Einmischung, sei schlicht unglaubwürdig.
Völlig ausgeblendet werde die über 60-jährige US-Blockade und die Sanktionen, die die kubanische Bevölkerung massiven Mangelsituationen aussetzen. Kürzlich seien zudem Solidaritätsorganisationen wie das ICAP mit neuen Sanktionen belegt worden. Ebenso unerwähnt bleiben die lange Geschichte US-amerikanischer Kriegsdrohungen gegen Kuba sowie die illegale Besetzung der Militärbasis Guantánamo.
World BEYOND War schliesst sich der Mehrheit der UN-Mitgliedstaaten an, die die Blockade als kriminell bezeichnen, und fordert ein Ende der Bedrohungen. Das kubanische Volk solle sein Recht auf Selbstbestimmung wahrnehmen können – ohne Sanktionen, ohne Kriegsdrohungen und ohne Einmischung.